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Der Mann und das Meer

Yoga & More

Julia

October 19, 2020

Beim Lesen eines Yoga Artikels wurde ich auf eine Fabel aufmerksam. Es geht um die Suche nach dem Meer. Eine Geschichte, bei der jeder von uns Parallelen zu seinem Leben finden könnte, wenn er bereit ist zu suchen. Eine Geschichte, die sehr feinstoffliches Denken abverlangt und einen nachdenkend zurücklässt. Eine Geschichte, die ich gerne nutzen würde, um anderen Yoga näherzubringen.


Kurzfassung der Geschichte - Der Mann auf dem Weg zum Meer:

Ein Junge wächst in einem kleinen Dorf auf und träumt vom Meer. Er macht sich auf die Suche danach und trifft auf eine Weggabelung. Jeder Weg führt ihn jeweils für ein paar Jahre an einen anderen Ort – nur nicht das Meer. Der letzte Pfad, den er nimmt, führt ihn an den Fuss eines Berges. Er erklimmt ihn und erreicht den Gipfel. Dort bleibt er bis an sein Lebensende – mit Blick aufs Meer.

(Die komplette Geschichte ist am Ende zu finden.)


Moral der Geschichte


Wie ist es nun mit unserem Leben zu vergleichen? Was ist die Moral dieser Geschichte?

Jeder steht hin und wieder vor einer Weggabelung und fragt sich, welcher Weg denn der richtige sei. Was wir vergessen zu bedenken ist, dass alle Wege im Wesentlichen die Gleichen sind – vorausgesetzt – wir wissen wohin wir gehen wollen. Manche Wege sind kürzer, andere länger, manche komplizierter, andere leichter.

Welchen Weg wir schlussendlich wählen, ist irrelevant. Was jedoch wichtig ist, ist die Art und Weise wie wir diesen Weg beschreiten. Denn manchmal tendieren wir dazu uns was vorzumachen und das Erlebte mit eigenen Illusionen zu erklären, nur um unsere eigenen Fehler rechtfertigen zu können. Es ist immer leicht, die Verantwortung für eigene Handlungen auf andere zu schieben: auf die Menschen um einen herum, auf das Wetter oder auf den Weg selbst.

Um im Leben voranzukommen, muss man offen und ehrlich sein - vor allem sich selbst gegenüber. Das ist das Schwierigste. Es ist schwierig, jemandem zu sagen: «Ich hatte Unrecht», aber es ist umso schwieriger, es sich selbst einzugestehen.

Jeder von uns muss lernen Verantwortung für eigene Entscheidungen und für das eigene Leben zu übernehmen. So kann ein Lehrer erzählen, erklären, Erfahrungen teilen. Jeder einzelne ist jedoch selbst dafür verantwortlich zu entscheiden, was er davon annimmt und umsetzt.


Und was hat das nun mit Yoga zu tun?


Im Grunde kann Yoga und die damit verbundene Lebensphilosophie unser Lehrer sein. 

Ich kann sofort und ehrlich sagen, dass der Weg zu Beginn mit Yoga nicht leicht ist. Körperliche Einschränkungen, Müdigkeit, der innere Schweinehund – all das wird dich vom Praktizieren vermutlich abhalten. Wenn du dabei bleibst, stärkst du deinen Bezug zu deinem Körper, deine Selbstdisziplin und änderst Schritt für Schritt deine Gewohnheiten zum Besseren. 

Yoga hilft uns auf dem Weg zu bleiben, im Hier und Jetzt zu sein und die Reise zu geniessen.

Wie alles im Leben muss es jeder für sich selbst erfahren. Denn mit der Erfahrung kommt das Bewusstsein.


Yoga als Zwischenstation


Manchmal glaubt man durch schwierige Lebenssituation auf dem Boden zu liegen und nicht mehr weiter zu kommen. Yoga kann helfen diese Situation im Leben als eine Zwischenstation zu betrachten, die gemacht werden muss. Eine Zwischenstation, um sich selbst Zeit zum Nachdenken zu geben, um tief ein- und auszuatmen. Um dann - mit neuer Energie - den Weg zum Meer fortzusetzen.



Komplette Geschichte:

"In einem armen Dorf wurde ein Junge geboren. Er verbrachte seine Tage sinnlos, mechanisch und monoton - genau wie der Rest der Bewohner dieses sterbenden Dorfes. Er wusste nicht, was er mit seinem eigenen Leben anfangen sollte. Eines Nachts träumte er vom Meer. Kein Dorfbewohner hatte jemals das Meer gesehen, also konnte niemand bestätigen, dass es irgendwo auf der Welt solch grenzenlose Wassermengen gibt.

Und als der junge Mann sagte, dass er sich auf die Suche nach dem Meer aus seinem Traum machen wolle, verdrehten alle Dorfbewohner die Augen und nannten ihn einen Verrückten. Der Junge liess sich nicht davon abhalten und machte sich auf den Weg. Er wanderte lange Zeit bis er sich an einer Weggabelung wiederfand. Hier wählte er die Straße, die geradeaus führte, und erreichte wenige Tage später ein Dorf, dessen Bewohner ein ruhiges, blühendes Leben führten. Als der junge Mann ihnen erzählte, dass er umherirrte und davon träumte, das Meer zu finden, überzeugten sie ihn, dass er seine Zeit vergeudete und stattdessen lieber im Dorf bleiben und glücklich bis ans Ende seiner Tage leben sollte.

Der junge Mann hatte mehrere Jahre lang gut gelebt. Doch eines Nachts träumte er wieder vom Meer und erinnerte sich an seinen unerfüllten Traum. Er beschloss, das Dorf zu verlassen und wieder auf die Reise zu gehen. Nachdem er sich von allen verabschiedet hatte, ging er zurück an die Gabelung und diesmal in eine andere Richtung. Er lief lange Zeit, bis er die große Stadt erreichte. Er bewunderte den Glanz der Stadt und beschloss, dort zu bleiben. Er studierte, arbeitete, hatte Spaß und vergaß schließlich wieso er sich eins auf den Weg gemacht hatte.

Ein paar Jahre später träumte er jedoch wieder vom Meer und dachte, dass er sein Leben vergeuden würde, wenn er sich den Traum seiner Jugend nicht erfüllen würde. Also ging er wieder bis zur Weggabelung zurück und wählte den dritten Weg, der ihn in den Wald führte. Auf einer kleinen Lichtung sah der Mann eine Hütte, und in ihrer Nähe eine schöne Frau, die Wäsche aufhing. Sie bot ihm an, bei ihr zu bleiben, da ihr Mann in den Krieg gezogen war und nicht zurückkehrte. Der Mann stimmte zu.

Viele Jahre lang lebten sie glücklich, zogen Kinder groß, aber eines Tages träumte der alte Mann wieder vom Meer. Und er verließ alles, mit dem er seit vielen Jahren verbunden war, kehrte an die Weggabelung zurück und machte sich auf den letzten, ihm bisher unbekannten, sehr steilen und felsigen Weg.

Am Fuße eines großen Berges angekommen, beschloss der alte Mann, diesen zu besteigen, in der Hoffnung, das Meer aus der Ferne zu sehen. Wenige Stunden später erreichte er den Gipfel des Berges. Der alte Mann sah die eine Weggabelung und ein Dorf, in dem die Menschen ein blühendes Leben führten, und eine große Stadt und die Hütte einer Frau, mit der er viele glückliche Jahre verbrachte. Und in der Ferne, am Horizont, sah er ein blaues, grenzenloses Meer.

Und bevor sein gequältes Herz aufhörte zu schlagen, realisierte der alte Mann, dass alle Wege, auf denen er ging, zum Meer führten, aber auf keinem von ihnen ging er den Weg zu Ende."


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