Die Schönheit des Atmens
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Die Schönheit des Atmens

atmungmike

Yoga & More

Alexa

October 9, 2020

Das wiegende Ein- und Ausatmen – es beruhigt, es verlangsamt. Sanfte, volle Atmung – Was kann sie zu unserem Wohl beitragen? Worauf kann man beim Atmen achten? Dies und mehr erfährst du in diesem Beitrag und gleich dazu gibt es noch eine Einsteigerübung zur „vollen“ Atmung.

Neuen Atem schöpfen

Jeder Mensch atmet in seinem Leben rund 500 Millionen mal ein und wieder aus, pro Tag sind das um die 20’000-25’000 Atemzüge. Mit jedem davon nehmen wir bis zu einem halben Liter Luft auf. Der Atmen markiert Anfang und Ende unseres Daseins und ist Zeit unseres Lebens ein wichtiges Kommunikationsmittel, welches eine Verbindung zwischen uns Individuen und der Umwelt schafft. Diese Funktion ist elementar: während es uns möglich ist, mehrere Tage lang ohne Nahrung und Wasser zu überleben, brauchen wir spätestens nach wenigen Minuten neuen Sauerstoff. Trotzdem schenken wir dem lebenswichtigen Austausch zwischen Innen und Aussen, der allen Wesen gemeinsam ist, im Alltag kaum Beachtung – meist findet er als automatisierter Vorgang nebenbei statt. Gerät die Beziehung zwischen uns und unserer Umgebung jedoch aus der Balance, dann hat das Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Denn was der Volksmund über die Haut zu sagen weiss, gilt ebenso für den Atem: er ist Spiegel von Körper und Seele.

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Der Kreislauf des Lebens 

Im Mittelpunkt des menschlichen Atemvorgangs steht der Sauerstoff als Grundlage alles Lebendigen. Mit jedem der 10-20 Atemzüge, die ein Mensch im Alltag pro Minute tut, gelangt Sauerstoff in die Lunge, der von den Lungenbläschen ins Blut abgegeben wird und so zu den Körperzellen gelangt. Diese benötigen ihn als Motor, um aufgenommene Nährstoffe zu Energie und Wärme zu verarbeiten. Das Abfallprodukt, das dabei entsteht, ist das Kohlendioxid. Reichert es sich im Blut an, lässt es dessen pH-Wert sinken, das Blut übersäuert und unser Stoffwechsel gerät durcheinander. Deshalb wird CO2 mit dem Ausatmen über die Lunge aus dem Körper abtransportiert .


Raus aus der Zwangsjacke 

Bei der Atmung bewegen sich idealerweise Bauch, Rippen und Zwerchfell, was Nieren, Leber und den Magen-Darm-Trakt anregt. Im Alltag kommt die Zwerchfellatmung jedoch aufgrund von Stress und Hektik oft zu kurz, es verfestigt sich ein oberflächliches, auf den Brustkorb beschränktes Luftholen. Gefördert wird dieses Muster ausserdem durch den ästhetisch bedingten Versuch vieler Menschen, ständig den Bauch einzuziehen, sowie durch das Tragen zu enger Kleidung, was eine tiefe Atmung zusätzlich verhindert. Menschen atmen also in der Regel zu flach, zu schwach und beschränken sich dabei zu stark auf den oberen Teil der Atemmuskulatur. Solch ein gestörter Atemrhythmus lässt Verspannungen im Oberkörper entstehen und belastet Herz und Immunsystem, da so über den Sauerstoffaustausch nicht genügend Toxine ausgeschieden werden können. Die Folge können unter anderem Erschöpfungszustände und Schlafstörungen sein.


Voller Körpereinsatz

Dabei könnte es so einfach sein! Denn obwohl wir unserer Atmung meist keine Beachtung schenken, sehen Wissenschaftler darin die Verbindung zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein. Ebenso, wie auch die Verdauung und der Herzschlag, wird die Atmung nämlich vom vegetativen Nervensystem gesteuert und somit an physische Bewegungen und Emotionen angepasst. Bringen negative Gefühle wie Angst oder Wut den Atem aus der Balance, hat eine entschleunigte Atmung einen harmonisierenden, beruhigenden Effekt auf Körper und Psyche. Sie wirkt sich positiv auf den Bluthochdruck aus, lindert Schmerzen, Lungenkrankheiten und Asthma und hilft gegen Panikattacken, Migräne und Stress. Aufgrund dieser zentralen Funktion, die die Atmung für unser Wohlbefinden einnimmt, ist sie nicht nur wichtiger Bestandteil der Komplementärmedizin, sondern auch des Buddhismus und des Yoga.

Lerne unterschiedliche Atemübungen kennen – mit Yoga!

Hand aufs Herz

Die gute Nachricht ist: im Gegensatz zu anderen vegetativen Vorgängen, wie etwa den Herzschlag, ist der Mensch in der Lage, seinen Atem bewusst zu beeinflussen. Wichtig für die „volle“ Atmung ist, den ganzen Körper sanft daran teilhaben zu lassen. Wenn Bauch, Zwerchfell, Rippen, Brust und Schlüsselbein zusammenarbeiten und eine fliessende Bewegung bilden, die wellenförmig von unten nach oben beziehungsweise von oben nach unten verläuft, kann entspannter und tiefer geatmet werden.

Eine Einstiegsübung um zu einer Vollatmung zu finden besteht darin, sich in Rückenlage und mit angewinkelten Beinen, eine Hand auf den Bauch, die andere auf den Brustkorb zu legen und ruhig durch die Nase ein- und auszuatmen. Achte darauf, wie sich die Hände heben und senken. Zusätzlich kannst du dir vorstellen, wie eine sanft leuchtende Lichtkugel mit der Einatmung vom

Steißbein bis zum Schädelansatz wandert. Mit der Ausatmung sinkt sie gemächlich zurück zum Steissbein.

Nach ein paar Atemzügen lenke deine Aufmerksamkeit zu deinem Herzschlag, deinen Gedanken. Höchstwahrscheinlich wird sich beides beruhigt haben.

Viel Spass beim Ausprobieren!


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